Schutz im Homeoffice – diese Rechte hast du beim ortsunabhängigen Arbeiten

Immer mehr festangestellte Arbeitnehmer erledigen ihre täglichen Aufgaben teils im Büro, teils zuhause im Homeoffice – ein eindeutiger Beweis für einen Trend Richtung ortsunabhängiges Arbeiten. Dennoch gibt es bis dato kein gesetzlich verankertes Recht auf mobiles Arbeiten und Homeoffice, was die SPD mithilfe eines Strategiepapiers zu ändern versucht. Apropos Rechte: Wie sieht es eigentlich arbeitsrechttechnisch […]

Immer mehr festangestellte Arbeitnehmer erledigen ihre täglichen Aufgaben teils im Büro, teils zuhause im Homeoffice – ein eindeutiger Beweis für einen Trend Richtung ortsunabhängiges Arbeiten. Dennoch gibt es bis dato kein gesetzlich verankertes Recht auf mobiles Arbeiten und Homeoffice, was die SPD mithilfe eines Strategiepapiers zu ändern versucht.

Apropos Rechte: Wie sieht es eigentlich arbeitsrechttechnisch in Sachen Remote-Arbeiten aus? Folgende Gesetze und Bestimmungen wirken im Homeoffice.

Datenschutz

Das Thema Datenschutz ist spätestens seit der jüngsten Verordnung so aktuell wie nie und spielt speziell im Homeoffice eine wichtige Rolle. Geeignete Datenschutzvorkehrungen müssen seitens Arbeitgeber am heimischen Arbeitsplatz gewährleistet sein, außerdem ist er dafür verantwortlich zu sorgen, dass der Arbeitnehmer die datenschutzrechtlichen Voraussetzungen immerzu einhält.

Der Angestellte darf keinen Familienmitgliedern oder Dritten Zugang zu seinen technischen Geräte gewähren und muss bei der Arbeit gegebenenfalls auf VPN-Verbindungen zurückgreifen. Daneben müssen Daten sicher, sprich via einen betrieblichen Server, gespeichert werden.

Arbeitszeitgesetz

Das sogenannte Arbeitszeitgesetz befasst sich detailliert mit Themen wie Pausen, Ruhezeiten, Sonn- und Feiertagsverbot, Höchstarbeitszeit etc. Es gilt gleichfalls für Arbeitnehmer im Homeoffice, weshalb es die Pflicht des Arbeitgebers ist, auf die Einhaltung dieser Vorschriften zu pochen. Außerdem ist es sinnvoll einen Plan zu erstellen, wie sich die Arbeitszeit im Homeoffice erfassen lässt.

Arbeitsschutzgesetz

Ebenso wie das Arbeitszeitgesetz tritt auch das Arbeitsschutzgesetz bei der Heimarbeit in Kraft. Dieses befasst sich mit den grundlegenden Arbeitsschutzpflichten des Arbeitgebers, den Pflichten sowie Rechten der Angestellten und der Überwachung des Arbeitsschutzes.

So ist der Arbeitgeber dafür verantwortlich, nötige Arbeitsschutzmaßnahmen einzuleiten und eine Gefährdungsbeurteilung vorzunehmen. Dazu erkundigt er sich nach den Umständen und unterweist seinen Angestellten unter anderem die Vorgaben der Betriebssicherheitsverordnung für Arbeitsmittel betreffend. Überdies muss die arbeitsmedizinische Vorsorge gewährleistet sein.

Unfallversicherung im Home Office

Machst du dich im Büro auf den Weg zur Kantine, stolperst auf der Treppe und brichst dir dabei den Arm, bist du über die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Dasselbe gilt jedoch nicht im Homeoffice: Hier bist du nur direkt am Arbeitsplatz oder auf dem unmittelbaren Weg dorthin gesetzlich versichert.

Kaffeeholen in der Küche oder ein Besuch auf der Toilette beispielsweise gehören nicht dazu – verletzt du dich auf dem Weg dorthin, haftest du selbst dafür. Der Abschluss einer privaten Unfallversicherung kann dich davor schützen.

Regelung im Arbeitsvertrag

Damit es im Nachhinein keine Probleme gibt, sollten Arbeitnehmer und -geber Regelungen zur Heimarbeit im Arbeitsvertrag festhalten. Dazu gehören beispielsweise Themen wie die Erreichbarkeit im Homeoffice, der Transfer der Dokumentationspflicht oder der zeitliche Umfang.

Rechtsschutz für Berufstätige ist ratsam

Wie du siehst, gibt es bisher nicht allzu viele Regelungen die Remote-Arbeit betreffen bzw. sind einige Aspekte noch recht schwammig. Da sich die Gesetze ständig ändern, empfiehlt sich ein Rechtsschutz für Berufstätige wie von jobmaxx.  Da du nun über die gesetzlichen Regelungen zum Homeoffice informiert bist, fehlt nur noch der passende Job. Den richtigen Arbeitgeber für eine ortsunabhängige Festanstellung findest du in unserer Jobbörse.

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