Ortsunabhängige Teams
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Ortsunabhängig arbeiten bei … Lorenz Software GmbH

Wir, die Lorenz Software GmbH, entwickeln seit 1991 gemeinsam mit unseren Kunden maßgeschneiderte und innovative individuelle Softwarelösungen. Dabei steht die nachhaltige Gestaltung digitaler Lösungen unter der Berücksichtigung von Effizienz und Dynamik im Mittelpunkt. Wir sind bekannt für unsere mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur und dafür, hohe Maßstäbe an die Qualität von Software zu setzen. Zu unseren Kunden zählen zahlreiche namhafte Unternehmen aus den Bereichen Automotive, Finanzen, Medien, Handel und Pharma

Steckbrief

  • Unternehmen: Lorenz Software GmbH seit 1991
  • Mitarbeiterzahl: 20 Mitarbeiter  
  • Modelle: Half remote; city remote; full remote
  • Interviewpartner: Daniel Veit, Leiter Personal/Projektleiter

1. Wie genau sieht euer flexibles Arbeitsmodell aus?

Vor ca. 2 Jahren kam aus dem Kreis der Mitarbeiter der Wunsch, die Möglichkeit des Home-Office einzuführen. Daraufhin wurde von ihnen selbst ein erster Vorschlag erarbeitet (Regeln, Tooling, etc.). Nach einer Startphase wurde das Modell gut angenommen, hat sich selbständig weiterentwickelt und wurde immer flexibler. Auch kamen in der Zwischenzeit externe Teams (Freelancer) hinzu, sodass der Übergang zum remote Arbeiten fließend war. So haben wir momentan Mitarbeiter, die nahezu komplett remote arbeiten und Mitarbeiter die einige Tage im Büro in Freising sind und den Rest im Home-Office.

2. Mit welchen Tools arbeitet ihr?

Je nach Tätigkeitsbereich und Zweck nutzen wir verschiedene Tools: Bitrix als CRM, Kommunikationstool und Intranet, Microsoft Team Foundation Server (TFS) für die Arbeitsorganisation und den Scrumprozess, sowie GoToMeeting und Teamviewer für remote Kollaboration, um nur die wichtigsten zu nennen.

3. Warum hat du dich dafür entschieden, mit deinem Team ortsunabhängig zu arbeiten?

Wir waren auf der einen Seite schon immer ein innovatives Unternehmen und sind neue Wege gegangen. Auf der anderen Seite wollen wir uns den sich geänderten Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt anpassen, um in Zeiten des Fachkräftemangels wettbewerbsfähig zu bleiben und unseren Mitarbeitern die maximale Flexibilität zu bieten. In Zukunft wird kein Unternehmen an diesem Modell vorbeikommen.

4. Arbeitet ihr (nur) ortsunabhängig oder auch zeitunabhängig?

Das hängt von der Teamorganisation ab. Da wir ein Dienstleistungsunternehmen sind – und damit bis zu einem bestimmten Grad von unseren Kunden abhängig – ist eine gewisse Verfügbarkeit zu Kernzeiten notwendig. Mit Mitarbeitern in unterschiedlichen Zeitzonen haben wir (noch) keine Erfahrung. Wie erwähnt haben wir gute Erfahrungen gemacht, wenn das Team sich selbst organisiert – da müssen wir keine strikten Vorgaben machen.

5. Welche Startschwierigkeiten hattest du mit der Einführung des flexiblen Arbeitsmodells? Was ist dein größtes Learning aus der Umstellungsphase?

Die größte Schwierigkeit war die anfängliche Starrheit der Home-Office-Tage (z.B. immer bestimmte Tage) und die einheitliche Nutzung der jeweiligen vorgesehenen Tools. Wenn alle Mitarbeiter die selbst auferlegten Regeln beachten, sich committen und voll hinter dem Modell stehen, passiert die Weiterentwicklung automatisch.

6. Welchen Vorher-Nachher Effekt hat die Einführung des ortsunabhängigen Arbeitens bei euch?

Die Stimmung im Team an den Tagen, an denen mehrere Mitarbeiter vor-Ort im Büro sind ist viel intensiver bzw. kommunikativer als zuvor. Das Team ist mehr zusammengerückt und neue Mitarbeiter werden schneller integriert.

7. Mit welchem Vorurteil werden ortsunabhängige Teams oft konfrontiert und wie würdest du es entkräften?

Dieses Vorurteil ist ganz klar: „Die Überwachung der Mitarbeiter ist nicht gewährleistet, und dadurch ist die Arbeitsleistung der Mitarbeiter remote niedriger.“

Wir haben genau das Gegenteil festgestellt: Output und Effizienz des Teams haben sich erhöht und durch die richtigen Tools ist eine Kommunikation und Arbeit auf verschiedenen Ebenen optimal möglich. Gerade unsere Entwickler schätzen auch das ungestörte Arbeiten remote, und der Fokus liegt auf den Ergebnissen, die man sich für einen Tag vorgenommen hat.

8. Drei gute Gründe, warum mehr Unternehmen ihr Team ortsunabhängig(er) aufstellen sollten?

  • Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherheit
  • Tatsächliche Work-life-Balance und nicht nur leere Phrase
  • Zugang zu hoch qualifizierten, motivierten Arbeitskräften

9. Welchen Tip hast Du für Leute mit dem Wunsch nach einer ortsunabhängigen Festanstellung?

Jeder sollte für sich ausprobieren, welches Modell für ihn persönlich am besten geeignet ist.

Der Eine braucht die tägliche Gesellschaft à hier bietet sich an, teilweise im Home-Office und teilweise im Büro zu arbeiten

Jemand, der sich aufgrund persönlicher Umstände (z.B. Fernweh im Winter) lieber in warmen Ländern aufhält ist zeitweise komplett remote und switcht dann evtl. zu dem Home-Office Modell.

Vielen Dank für das Interview!

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