Wie du deinen Chef von Home Office überzeugst

Du hegst schon länger den Wunsch, ortsunabhängig zu arbeiten, weißt aber nicht, wie du das deinem Chef beibringen sollst? Mit diesen sechs Schritten kannst du deinen Arbeitgeber davon überzeugen, dass er dich zukünftig ortsunabhängig arbeiten lässt.

Du hegst schon länger den Wunsch, ortsunabhängig zu arbeiten, weißt aber nicht, wie du das deinem Chef beibringen sollst? Verständlich – sich das Gespräch auszumalen wirkt erst einmal abschreckend und sicherlich wird er sofort ablehnen denkst du?

So muss es nicht kommen! Ich selbst bin das beste Beispiel, dass es klappen kann. Insbesondere dann, wenn du die folgenden sechs Punkte beherzigst.

 

1. Kenne dein Warum

So gut wie immer wissen wir, was wir nicht wollen, beispielsweise montags bis freitags im Büro sitzen. Gar nicht so leicht zu beantworten sind hingegen die Fragen Was genau will ich stattdessen? Und warum? Setze dich eingehend mit diesen Fragen als Basis für dein Anliegen auseinander. Denn je stärker dein Warum ist, desto einfacher kannst du deinen Arbeitgeber von ortsunabhängigem Arbeiten überzeugen.

Deinem Chef musst du dein Warum allerdings nicht unbedingt verraten, es dient hauptsächlich als dein Antrieb. Es gibt drei verschiedene remote Kategorien, die zu unterschiedlichen Bedürfnissen passen. Diese Kategorien können dir dabei helfen, dein persönliches Warum zu finden, solltest du dir diesbezüglich noch unsicher sein.

2. Trau dich zu fragen

Zugegeben, es klingt banal, ist jedoch der ausschlaggebende Schritt zu mehr Selbstbestimmtheit im Job: Fass dir ein Herz und frag deinen Chef einfach. Ja, das ist einfacher gesagt als getan, denn die Angst vor Ablehnung ist groß. Doch mehr als Nein sagen kann dein Arbeitgeber nicht und dann hast du wenigstens eine klare Antwort. Solange du nicht fragst, bleibt eine Absage reine Vermutung und spukt unentwegt in deinem Kopf herum.

3. Hab ein Konzept zur Hand

Mutig sein und fragen ist also entscheidend, doch wie geht es dann weiter? Dein Chef wird höchstwahrscheinlich nicht sofort mit Ja oder Nein antworten. Vielmehr wird er dir einige Fragen zu deinem Anliegen stellen und in diesem Fall ist es wichtig, ein schlüssiges Konzept vorbereitet zu haben. In diesem solltest du vorab genau festlegen, wie du dir das ortsunabhängige Arbeiten im Home Office vorstellst.

Dadurch merkt dein Arbeitgeber sofort, dass du dir wirklich Gedanken gemacht hast und nicht einfach aus einer Laune heraus fragst, weil dich dein Büroalltag gerade nervt. So wichtig wie dein Warum für dich ist, genauso wichtig ist das Konzept für deinen Chef – denn nur wenn du plausibel erklären kannst, warum du genauso gut oder sogar besser im Home Office arbeiten kannst, hat er einen Grund zuzustimmen.

4. Bring Geduld mit

Damit dieses Konzept auch wirklich gut durchdacht ist, solltest du ein bisschen Geduld dafür aufbringen. Denke alles gründlich durch und überlege, wie das ortsunabhängige Arbeiten umgesetzt werden kann. Fakt ist: Es gibt bisher nur wenige Firmen in Deutschland, die zu 100% komplett ortsunabhängig arbeiten.

Deshalb solltest du auch nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und verkünden, die nächsten zwei Monate von Thailand aus arbeiten zu wollen. Am besten schlägst du erst mal ein, zwei Tage Home Office pro Woche vor und wenn das gut funktioniert, kannst du dir mehr Freiheiten erarbeiten.

5. Schlage eine Testphase vor

Hast du dein Konzept vorgestellt und dein Chef ist immer noch nicht überzeugt, dann liegt das weniger daran, dass er das nicht erlauben kann, sondern schlichtweg nicht will. Das bedeutet für dich jedoch nicht, klein beigeben zu müssen. Bleib weiterhin ruhig und schlage ihm als Kompromiss eine Testphase von beispielsweise ein bis zwei Home-Office-Tagen über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen vor. So muss er sich nicht festlegen und in einem Feedbackgespräch am Ende der Testphase könnt ihr das Für bzw. Wider nochmal gemeinsam durchgehen. Natürlich ist es förderlich, wenn du in der Testphase besonders viel Elan zeigst.

6. Zieh zur Not einen Jobwechsel in Betracht

Sollte all das nichts bringen und sich dein Arbeitgeber nach wie vor total querstellen, würde ich dir tatsächlich empfehlen, einen Jobwechsel in Betracht zu ziehen. Du brauchst schließlich nur einen einzigen Job und der sollte sich deinem Leben so anpassen, wie du es dir vorstellst, getreu dem Motto: Arbeiten, um zu leben und nicht leben, um zu arbeiten. In meiner Jobbörse für ortsunabhängige Festanstellungen werden laufend neue Stellenangebote gepostet, die für dich von Interesse sein könnten.

Wenn du dir mehr Freiheiten in deinem Job wünschst, dann nimm dir etwas Zeit, um ein gutes Konzept zu entwerfen und trau dich, deinen Chef anzusprechen – ich bin mir sicher, dass es klappen wird und drücke dir die Daumen!

Gerne unterstütze ich dich auch in einem 1:1 Coaching auf deinem Weg in eine ortsunabhängige Festanstellung.

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